Hallo! Willkommen auf meiner Homepage.
Ich bin Dichter und Philosoph und habe das Anliegen, nach dem Zerfall beider totalitärer Systeme im 20ten Jahrhundert dennoch begriffliches Denken, das Denken in Wertekategorien wie Freiheit und Menschenwürde aufrechtzuerhalten. Meine philosophischen Spielwiesen sind Deutschland – Europa – Welt. In bezug auf Deutschland heißt dies, daß ich mich als erster Gesamtdeutscher Dichter und Denker verstehe, also über die Mauer hinweg dichte und denke. Die Mauer und das, was damit gemeint und was damit Wirklichkeit war, muß heute noch aus den Köpfen heraus. Noch ist nicht zusammen, was zusammengehört. Das Motto Willy Brandts, aber auch die realen historischen Ereignisse leiten mich dabei. Deutschland ist heute eben „wiedervereint“, und ein jegliches Denken, das hinter diesen Status Quo liegt, verfehlt die heutigen Wirklichkeiten. Allerdings liegt mein Denken jenseits „nationalistischer“ Intentionen und Bestrebungen. Ich mache – auch in bezug auf Deutschland – den Versuch, das Allgemeine mit dem Besonderen zu versöhnen. Gesamtdeutsches Denken und Gesamtdeutsche Politik kann heute nur gelingen, wenn wir aus dem vormaligen Rechts-Links-Schema ausscheren und Werte wie Freiheit und Recht höher setzen als Ideologien. Ich bin allerdings auch ein Kritiker der bisherigen Einheit Deutschlands, denn es wurden zu große Fehler gemacht und es wurde einseitig gedacht und gehandelt. Mein Wunsch und meine Intention ist, weder das eine System noch das anderes System, weder den Westen noch den Osten, weder den Kapitalismus noch den Sozialismus absolut zu nehmen. Der Westen ist nicht die beste aller Welten, als die er sich vielleicht bisher, seit 1989 verstand. Es sind auch nicht alle Probleme des heutigen Deutschlands aus der DDR in die BRD importiert worden. Jeder muß sich an seiner eigenen Nase fassen. Historisch bedeutet dies, daß das bisherige System der Nachkriegsgeschichte, das System von Potsdam und Jalta 1989 revidiert worden ist, die dort beschlossenen Konditionen für Deutschland und Europa mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ad akta gelegt worden sind: für Europa und für Deutschland. Wir können heute nur auf dieser Neuen Historischen Grundlage denken und Politik machen. Deshalb bedeutet die heutige Einheit Deutschlands für mich keinen erneuten „Deutschen Sonderweg“, sondern die Einheit Deutschlands und Europas gehören zusammen. Das eine kann nur mit dem anderen wachsen und gedeihen. Wir leben nach dem Zusammenbruch des Ostens im globalisierten Kapitalismus, der allerdings in ganz Europa und auf der ganzen Welt kritisiert wird und als ein Problem betrachtet wird. Auch ich bin ein Globalisierungskritiker. Unter der Historischen Decke von Potsdam und Jalta war allerdings eine Kritik am Kapitalismus nicht möglich, weil diese damalige Welt durch ein Feindbilddenken in Ost und West geprägt war und ein rationaler Diskurs damals kaum möglich war. Jede Kritik im Westen prallte an der Berliner Mauer ab, und so ist es heute noch. Ich selber komme aus dem Westen, habe aber schon vor über zwanzig Jahren gesagt: „Die Mauer muß weg!“ Ich verstehe mich als Sozialisten. Aber Sozialismus steht – für mich und eigentlich in der Philosophischen Tradition - in keinem Gegensatz zur Freiheit und zu den Menschenrechten, wie dies „drüben“ der Fall war. Eine freie Entwicklung zu einer anderen Gesellschaft als die des Globalisierten Kapitalismus ist aus meiner Sicht heute möglich. Meine Texte zeichnen den Weg dahin ab und antizipieren ihn. Alle meine Philosophischen Texte sind von demselben Muster und derselben Intention gekennzeichnet. Ich will das Philosophische Denken wieder renaturieren, gewissermaßen wieder in den Stande seiner Unschuld setzen und sagen und darlegen, „Was Denken ist“, was „Philosophisches Denken“ ist, und was Ideologien, Fehlformen und Fehlentwicklungen des Denkens sind. Philosophie Heute: Wendet sich gegen beide Formen totalitären Denkens aus dem 20ten Jahrhundert wie auch gegen die Postmoderne Beliebigkeit. Die „Anstrengung des Begriffs“ (Hegel) kann und will ich nicht wegwerfen und im Moloch heutiger Orientierungslosigkeit versinken lassen. Zu groß und zu gewaltig sind die Schätze aller bisherigen Kultur der Menschheit, als daß wir uns leisten könnten, diese dem 20ten Jahrhundert zu opfern.

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Goethes Jakobinermütze
Marx